Ausgeflogen, aber noch in der Nähe

Ausgeflogen, aber noch in der Nähe

Liebe Uhufreundinnen und –freunde,

ganz nach Fahrplan sind die Junguhus im Alter von acht Wochen ausgeflogen. Der kleinere brauchte einige Tage länger, um den Absprung zu finden und suchte danach auch direkt die Gesellschaft seines Geschwisters.

Weil das diesjährige Nest „landetechnisch“ recht anspruchsvoll ist, werden sich die Uhus vermutlich nicht so bald wieder dort einfinden. Diesbezüglich wurden wir in den Vorjahren vom Traditionsnest sehr verwöhnt. Dort konnten wir die Heranwachsenden noch wochenlang regelmäßig wiedersehen. Aktuell können wir sie nur akustisch vernehmen und soweit es sich abschätzen lässt, sind die Uhus wohlauf. Bettelrufe und nächtliches Schnabelgeklapper deuten auf einen normalen Ablauf hin. Vielleicht können wir mit einer leicht verschobenen Halterung von Cam1 den vermutlichen Aufenthaltsort der Jungen etwas beobachten und sie doch noch einmal zu Gesicht bekommen.

Wir danken Ihnen für Ihr reges Interesse am diesjährigen Brutgeschehen.

Auch bitte ich Sie herzlich um eine Spende (Verwendungszweck: Webcam) für die Übertragung der Live-Bilder. Trotz Hauptsponsor liegt unser Eigenanteil am Webcam-Betrieb bei mehreren tausend Euro jährlich. So können Sie gewiss verstehen, wie dankbar wir für jede Spende sind.

Vielleicht mögen Sie auch das EGE-Kinder- und Familienbuch für 12,50 Euro bestellen. Eine der sechs Geschichten darin handelt von Uhus.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


In zwei Wochen fangen sie an zu fliegen

In zwei Wochen fangen sie an zu fliegen

Liebe Uhufreundinnen und –freunde,
voraussichtlich sind die beiden Junguhus nur noch zwei Wochen lang im Nest. Weil das Nest nicht viel Raum bietet, könnte der Bewegungsdrang die jungen Uhus schon relativ früh zum Verlassen der Brutnische drängen. Allabendlich können wir sehen, wie energiegeladen sie mit den Flügeln schlagen, auf Beute springen und herumlaufen.

Bei der Beringung konnte ich das Größenverhältnis der Geschwister  einschätzen. Ich glaube, beide Vögel sind Männchen. Sie waren doch ausreichend genährt und geben keinen Anlass zur Sorge.

Auch meine Futterlieferungen waren seltener notwendig. Eine gewisse Grundversorgung mit Mäusen ist gegeben, und zweimal wurde auch ein Kaninchen erbeutet. Auch die beiden jungen Uhus zeigen beim Fressen in dieser Hinsicht eine gewisse Gelassenheit, wenn man das so sagen darf.

Nun haben die beiden eine weitere Herausforderung zu bestehen:
Am 22. Mai werden nämlich die unterhalb des Nestes gelegenen Rebflächen erstmalig in diesem Jahr vom Hubschrauber aus gespritzt. Mit der Hubschrauberfirma habe ich die nötigen Absprachen getroffen, so dass sich die Risiken für die Uhus in Grenzen halten sollten.

Noch ein Tipp:
Schauen Sie doch auch mal in unsere „Highlights“. Jeden Tag fallen mehere Hundert Einzelbilder an, die wir sichten unddavon die interessantesten für Sie online stellen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Beringung diesen Freitag

Beringung diesen Freitag

Die Beringung der jungen Uhus ist für diesen Freitag den 12.5.2017 gegen 20:00 Uhr geplant.

Liebe Uhufreundinnen und –freunde,
im Alter von gut vier Wochen werden die Uhus langsam mobil. Höchste Zeit für die Beringung.
Bei der Nahrungsversorgung haben die Uhus weiterhin bedenkliche Lücken. Sie erbeuteten zwischenzeitlich hauptsächlich Mäuse und Ratten und Gartenschläfer. Das größte Beutetier war ein Waldkauz. Zwei von mir gelieferte Bisam haben lebensbedrohliche Engpässe verhindert.

Bei den Beringungen der Eifeluhus konnte ich in den vergangenen zehn Tagen ein weites Spektrum beobachten. Manche Brutpaare können die Jungtiere kaum mit dem Nötigsten versorgen, andere leben im Überfluss. Gestern konnte ich die bisher schwersten Junguhus beringen. Richtige „Fleischklöpse“, sie waren sichtlich vollgefressen und als Reserve hatten sie noch zwei adulte sowie zwei junge Saatkrähen im Nest liegen. Und dies obwohl das Uhu-Männchen vor einer Woche überfahren wurde. Die verbliebene Uhu-Mutter lebt im Schlaraffenland: Nur wenige hundert Meter entfernt befindet sich eine große Saatkrähenkolonie.

In anderen Nestern finde ich wieder vermehrt Jungfüchse als Beute. Werden sich unsere Ahr-Uhus diese Ressource auch wieder erschließen?

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Leos „Lernkurve“ und „Essen auf Rädern“

Leos „Lernkurve“ und „Essen auf Rädern“

Liebe Uhufreundinnen und -freunde,
bei der Nahrungsversorgung der Uhufamilie gab es mehrere Engpässe. Bereits kurz nach dem vorherigen Tagebucheintrag habe ich Leos Mäuselieferungen um ein Eichhörnchen und eine Amsel und nach weiteren drei Tagen um eine Amsel und eine Rotdrossel und bei einer dritten Lieferung um ein Eichhörnchen, eine Waldmaus und eine Mönchsgrasmücke ergänzt. Für den kleineren Junguhu wäre es sonst sehr eng, vermutlich zu eng, geworden.

Bei all` meinen diesjährigen Fahrten zum Uhufelsen an der Ahr konnte ich in unmittelbarer Nähe, oft sogar in Sichtweite der brütenden Lotte, drei bis sechs Stockenten beobachten. Bringen sich die Enten alle noch vor der Dunkelheit in Sicherheit oder warum nutzen unsere Uhus diese attraktive Beute kaum? Zuletzt hatten die Uhus 2016 nur eine Stockente geschlagen, Lotte erbeutete sie damals. Noch vor zehn Tagen mochte ich nicht daran glauben, dass Leo willens oder fähig zum Erbeuten von größeren Beutetieren werden könnte und sah mich schon als allabendlichen Nahrungslieferanten. Ich zweifelte am Sinn derart „zooähnlicher“ Zustände.

Aber es gibt doch Grund zur Hoffnung:
Innerhalb weniger Tage erbeutete Leo zweimal eine Stockente. In einer anderen Nacht brachte er drei kleine, nackte Jungvögel und ein wenig später eine ausgewachsene Ringeltaube (möglicherweise ein Elternteil der Küken). Zwischendurch gab es zwar immer wieder Nächte, in denen er nur ein paar Mäuse brachte, aber er scheint sein Beutespektrum erweitert zu haben. Auch die Jagdmethode „Nesträuber“ eröffnet ihm jetzt neue Möglichkeiten. In der Nacht auf Sonntag den 30.4.17 folgte sogar eine dritte Stockente.

An manchen Tagen verließ Lotte tagsüber das Nest und ließ die Jungen mehrere Stunden alleine. Der Anlass dafür ist uns nicht genau bekannt. Wir konnten jedoch mehrmals kritische Blicke von Lotte über das Kameragehäuse hinweg beobachten. Einmal war auch deutlich ein sich näherndes Tier zu hören; es wackelte sogar an der Cam. Oder war es Lotte selbst? Wollte sie dort nach dem Rechten schauen? Kurz darauf landete sie im Nest, vielleicht um die Küken vor möglichen Fressfeinden zu beschützen (siehe Video).


Andere Tage verbrachten die Uhuküken wohlgewärmt unter dem „Rock“ ihrer Mutter, inclusive mehrerer Fütterungen. So schön und sorgenfrei kann Uhukinderleben auch sein!

Die neue Cam liefert uns nun endlich wieder farbige und schärfere Bilder. Endlich können wir vieles wieder viel genauer beobachten.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Leo bringt bisher meist nur Mäuse

Leo bringt bisher meist nur Mäuse

Liebe Uhufreundinnen und –freunde,

die Küken haben nun ihre erste Woche überstanden. Bei den Fütterungen ist schon ein wenig Routine eingekehrt und beide Uhuküken bekommen regelmäßig etwas ab. Keines scheint deutlich im Nachteil zu sein. Die Menge der von Leo angelieferten Beute reicht bisher gerade so aus, um die Jungen nachts satt zu bekommen, aber einen Vorrat für mehrere Fütterungen auch am Tage konnte er schon öfters nicht heranschaffen. Das für die kommenden Tage angekündigte kalte Wetter wird wohl eine Herausforderung für die Uhufamilie werden.

 

Familienplanung
Immerhin funktionierte die instinktive Familienplanung. Wie wir erwartet haben, legte Lotte nach den schlechten Erfahrungen (zu wenig Nahrung) des vergangenen Jahres  in weiser Voraussicht nur zwei Eier. Schon nach der ersten Woche ist klar, dass dies die richtige Entscheidung war.

Neues Nest
Am Ostermontag steht die Qualität der neuen Brutnische erstmals auf der „Regenprobe“. Das Nest liegt geschützt und Lotte sitzt bisher noch nicht wirklich im Regen. Sie rückte jedoch etwas näher an den Fels, um weniger Tropfen abzubekommen. Wie tauglich die Nistmulde bei Starkregen wirklich ist, bleibt abzuwarten.

Die Cam
Die Qualität der übertragenen Bilder bleibt, wie wir erwartet hatten, deutlich hinter jenen der anderen Kamera zurück. Leider haben wir bei dieser einfachen Cam von der Ferne aus keinen Zugriff auf die Gestaltung von Bildausschnitt, Schärfe usw., und wir müssen vorerst auch mit Schwarz/Weis-Bildern leben. Die automatische Steuerung schaltet aufgrund der Lichtverhältnisse nicht auf farbig.

Später wollen wir wieder auf eine „große Cam“ umrüsten, um wieder schärfere und nähere Bilder liefern zu können.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


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