Vogelhochzeit

Vogelhochzeit

Nachdem einer der Uhus aus dem Nest und aus dem Sichtbereich der Webcam geflogen ist konnten wir schon mehrmals "Buh Buh Buh Buh" Rufe in schneller Abfolge und auch ein leises Zwitschern hören. Dies ist die übliche Begleitkulisse bei der Kopulation.

Viele Beutegeschenke des Männchens werden hoffendlich ein Gelege mit vielen Eiern provozieren. Ob die Eiablage in diesem Jahr schon früher als üblich erfolgt bleibt abzuwarten, wir hatten schon in den vergangenen Jahren immer wieder die Vermutung: "in diesem Jahr sind die Uhus besonders früh"… und dennoch fand der tatsächliche Brutbeginn im normalen Zeitfenster statt.

Die EGE bemüht sich zur Zeit bei den zuständigen amtlichen Stellen um die "Hubschrauberproblematik" des vergangenen Jahres zu entschärfen. Wir können auf einen störungsfreien Brutverlauf hoffen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


SWR Uhu-Webcam wieder „flott“

SWR Uhu-Webcam wieder „flott“

In den letzten Nächten waren auch schon Scharrgeräusche aus der Nistmulde und die Rufe der Uhus deutlich zu hören.

Leider können wir das Geschehen im Horst nachts noch nicht beobachten da ein Infrarotstrahler nicht mehr funktioniert. Wir werden diesen in den nächsten Tagen ersetzten und hoffen möglichst bald wieder störungsfrei übertragen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Herbstbalz

Herbstbalz

Bei der Herbstbalz wird die Paarbindung aufgefrischt und manchmal auch schon die Nistmulde mit einbezogen. Wir konnten einige Male beide Uhus im Nest sehen. Aufmerksame Beobachter konnten auch ein zweites Uhumännchen im akustischen Hintergrund ausmachen. Wir vermuten, dass es sich dabei um den neuen Nachbarn handelt.

Im Juli hatten wir in ca.1700 Metern Entfernung ein neues Uhupaar festgestellt. Benachbarte Uhus "besuchen " sich von Zeit zu Zeit. Seit dem Jahr 2000 ist dies die 1. Neubesiedlung an der Ahr.

Es geht leicht bergauf und wir freuen uns darüber.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Rumtreiber

Rumtreiber

Sein Aktionsradius recht nun bis an den Waldrand oberhalb des Brutfelsens. An vielen Stellen hinterlässt er Kotspuren und Flaumfedern. Er wird jedoch noch bis zu 2 Monaten brauchen bis er vollkommen selbstständig ist.

Wir berichteten über den Fund eines der vorjährigen Jungvögel. (er wurde am 7.3.2011 in 22 km Entfernung tot auf einer Wiese gefunden) und wurde 330 Tage alt. Nicht viel für ein Tier welches 30 Jahre leben könnte).

Die Ursache seines Schicksals ist nun geklärt :

Oberhalb verläuft eine Hochspannungsleitung. Diese ist (im Gegensatz zu den kleineren Mittelspannungsleitungen) nicht wegen der Stromschlaggefahr gefährlich. Wie viele im freien Luftraum befindlichen Bauwerke werden sie oft von Vögeln nicht wahrgenommen und töten oder verletzen durch die Kollision. Für nachtaktive Vögel ist die Gefahr besonders groß, auch ein Auge mit "Restlichtverstärker" übersieht im schnellen Flug einen dünnen Draht am Nachthimmel.

Ich hoffe "unser" Junguhu hat mehr Glück…

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Ausgeflogen

Ausgeflogen

Aus technischen Gründen konnten wir einen Tagbucheintrag vom vergangenen Samstag nicht rechtzeitig online stellen. Dieser ist schon jetzt überholt.

Tagebuch vom Samstag:

Es kann nicht mehr lange dauern bis unser Junguhu das Nest verlässt. Bereits vor 10 Tagen konnte er von einem Ende seiner "Terrasse" bis zur Brutnische fliegen. Jede Beobachtung im Bereich der Cam kann nun die vorerst letzte sein. Wir sollten jeden Moment genießen…

Am heutigen Samstag Morgen gab es reichlich zu fressen. Die Uhus haben einen Mäusebussard erbeutet. Greifvögel gehören zum normalen Beutespektrum wobei Milane, Habicht, Sperber und Wespenbussard jedoch viel seltener Beute der großen Eulen werden als die relativ häufigen Mäusebussarde. Diese jagen noch bis spät in die Dämmerung und begegnen dem Uhu dadurch häufiger als die anderen Arten.

Heute Mittag sitzt der junge Uhu neben den Mäusebussardresten. Der Kadaver bietet noch einige lohnende Brocken, trotzdem bettelt der Uhu. Später frisst er sogar und bettelt gleichzeitig.Wir können also nicht immer von Bettelrufen auf das Fehlen von Nahrung schließen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Menü