Langsam in "Brutstimmung"?

Langsam in "Brutstimmung"?

Für die nächsten Tage erwarten wir ein Abschmelzen der Schneelage im Ahrtal und von den Uhus eine zunehmend intensive Balz. Die Eiablage sollte dann in den nächsten 14 Tagen beginnen. Es wird spannend, bleiben Sie dran!

Anlässlich von Wartungsarbeiten am 07. Februar 2013 habe ich beim Aufstieg zum Uhubrutplatz die Überreste einer vom Uhu geschlagenen Waldschnepfe gefunden.

Eine der schön gezeichneten Flügelfedern steckte ich zu Ihrer Anschauung am linken Rand der Brutnische in den Boden. Vermutlich schlägt der Uhu Waldschnepfen währen deren Revierflügen in der Abenddämmerung im Fluge.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.



Glück im Unglück

Glück im Unglück

Er hatte sich durch Anflug an eine Hochspannungsleitung in 10 Km Entfernung zum "Elternhaus" einen Flügel gebrochen. Der Uhu konnte nach erfolgreicher Behandlung am 02.11. wieder in die Freiheit entlassen werden.

Ich hoffe unsere Uhufamilie bleibt von weiteren Zwischenfällen verschont und freue mich auf die Bilder der folgenden Brutsaison. In acht Wochen brüten die Uhus vielleicht schon wieder…

Ich wünsche schöne Feiertage und einen guten Rutsch.

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Ein Uhu am 22.12.2012 in der Brutnische.


"Russisch Roulette" am Himmel:

Die Hochspannungsleitung ist am "Unglücksort" zur Zeit in "doppelter Ausführung" ein unsichtbares Hindernis am Nachthimmel. Parallel zur alten Leitung wurden neue Masten, welche mehr Kabel tragen können, aufgestellt. Später wird die alte Leitung abgebaut.

Große Vögel leben in unserer Landschaft sehr gefährlich, ihr Instinkt warnt die Tiere kaum vor den Risiken die von Straßenverkehr, von Strommasten- und Leitungen und auch von Windrädern ausgehen.

Die Problembereiche rund um die Energie sind in Politik und Gesellschaft viel diskutiert, die Belange des Artenschutzes spielen dabei jedoch leider kaum eine Rolle.

David gegen Goliath :
Wir können bestenfalls erreichen dass am höchsten Seil der Hochspannungsleitungen alle 20 Meter ein "Fähnchen" montiert wird, dass Windräder nicht in 300 Meter sondern in 1000 Meter Abstand von einem Brutplatz aufgestellt und dass die gefährlichen Mittelspannungsmasten umgebaut werden. All dies geschieht jedoch nur wenn wir wenigen Naturschützer weiterhin stetig Tropfen auf den heißen Stein unserer Industriegesellschaft träufeln und uns weiter engagieren. Wir können jede Unterstützung gebrauchen.


Ausgeflogen

Ausgeflogen

Am Nachmittag turnte er auf der Terrasse herum und landete, wie das Wackeln des Bildes verriet, auf dem Kameragehäuse. Von nun an ist jede Beobachtung reine Glückssache und kann die Letzte sein.

Am kommenden Dienstag den 19.6. sendet  "SWR Im Grünen" RP um 18:10  Uhr einen Bericht  über die Uhu-Web-Cam und berichtet in einem 2. Beitrag über die Problematik der Hubschrauberflüge in Uhunestnähe.

Mit vielen Grüßen + hoffendlich bis zur nächsten Brutsaison

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Nicht mehr lange…

Nicht mehr lange…

Heftiger Wind reizt die "kleinen Könige der Nacht" immer wieder zum Flügelschlagen. Der Trieb zu fliegen wird angeheizt und auch die Neugierde auf alles was sich außerhalb bewegt. Wir sollten jede Beobachtung genießen so lange dies noch möglich ist.

Die Spritzung der Weinbauflächen per Helikopter im nahen Umfeld wird etwa alle 8 Tage durchgeführt. Nach einem gemeinsamen Ortstermin mit den Piloten während Dreharbeiten mit dem SWR ("Im Grünen") und den getroffenen Absprachen bin ich zuversichtlich: Die Flugroute auf der einen Felsseite ist geändert (keine Wendemanöver über dem Felsripp). Und auf der anderen Felsseite soll nicht mehr bis unterhalb des Nestes gespritzt werden.

Die Altvögel haben mit dem Beutemachen alle Füße voll zu tun. Bussarde, Tauben, Igel und auch viele Mäuse, Ratten und Scheermäuse (Wühlmäuse) werden den Jungen gebracht.

Wir hoffen auf ein erfolgreiches "Flüggewerden".

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.