Die Junguhus sind wohlauf

Die Junguhus sind wohlauf

und die Web-Cam ist längerfristig gesichert.

Liebe Uhufreundinnen und –freunde,
nachdem die jungen Uhus ausgeflogen sind und sich für einige Tage rar machten, sind ihre Bettelrufe nun wieder häufiger in Mikrofonnähe zu hören. Beide Jungvögel sind wohlauf.

Und auch die EGE ist ganz zuversichtlich, jedenfalls was die Zukunft der Uhu-Webcam anbelangt. Dank Ihrer großzügigen Spendenbereitschaft ist der Fortbestand der Live-Übertragung aus dem Uhunest an der Ahr nämlich gesichert. Endlich konnten wir auch einen neuen Hauptsponsoren gewinnen. Dieser möchte für die kommenden drei Jahre etwa 2/3 der laufenden Kosten übernehmen. Ich bin aufgrund Ihrer bisherigen Unterstützung zuversichtlich, ja sogar gewiss, dass wir die Cam auch längerfristig weiter werden betreiben können.

Vielen, vielen Dank allen Spendern!

Ihr

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Schon bald sind sie ausgeflogen

Schon bald sind sie ausgeflogen

Liebe Uhufreundinnen und –freunde, bald werden die jungen Uhus ihren Aktionsraum erweitern und sich nur noch sporadisch im Sichtfeld der Kamera befinden. Vor allem der etwas größere Junguhu fliegt schon einige Meter am Stück und wird sich bei den begrenzten Flugmöglichkeiten im Nestbereich bald nicht mehr ausreichend austoben können.

Die Uhu-Eltern haben in den vergangenen Wochen reichlich Beute gemacht; es gab keine nennenswerten Nahrungsengpässe. Gut bei Kräften flattert der Uhunachwuchs auf der Terrasse hin und her.

Die Brutsaison 2015 erbrachte in der Eifel mehr Junguhus als es seit der Wiederbesiedlung je gegeben hat. Das bisherige Spitzenergebnis von 2012 mit ca. 320 Junguhus wird noch übertroffen werden. Im Gegensatz zu dem Geschehen am Web-Cam-Brutplatz konnten in diesem Jahr auch auffallend viele Nachzügler von ihren Eltern durchgebracht werden. In vielen Nestern gab es Geschwister, die deutlich jünger waren und wohl nur aufgrund der besonders vielen Mäuse ernährt werden konnten.

Bitte verzeihen Sie mir, dass ich nun am Ende der Brutzeit auch in einem übertragenen Sinne auf „Mäuse“ zu sprechen komme und Sie herzlich um Ihre finanzielle Unterstützung für die Fortsetzung des Web-Cam-Projektes bitten möchte.

Dank Ihrer Spendenbereitschaft konnten wir die Übertragung für das vergangene Jahr und sogar noch bis zum kommenden September 2015 finanzieren. Aufgrund der besonderen Beobachtungen in 2015 und den vielen positiven Rückmeldungen der Zuseher möchten wir das Projekt fortführen. Es wäre einfach zu schade, es einstellen zu müssen.

Falls Sie die Cam mit Ihrer Spende fördern möchten, geben Sie als Verwendungszweck auf dem Überweisungsformular bitte “Uhu-Web-Cam“ an. Sofern Sie eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt benötigen, geben Sie bitte auch Ihre vollständige Adresse an. Herzlichen Dank Ihnen schon heute!

Spendenkonto:

Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.
Postbank Köln
Bankleitzahl: 37010050
Kontonummer: 41108501
IBAN: DE66 370100500041108501
BIC: PBNKDEFF

Für die letzten Beobachtungstage wünsche ich Ihnen besonders viel Vergnügen.

Ihr

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.

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Keine Not

Keine Not

Liebe Uhufreundinnen und -freunde, in vielen Mitteilungen und Anfragen bringen Sie Ihre Sorgen um das Wohlergehen der Jungen von Lotte und Leo zum Ausdruck.

Lotte sitzt nun oft nicht mehr neben den Junguhus und auch bei der Durchsicht der halbstündig aufgenommenen Fotos im Archiv sind nur selten Fütterungen zu sehen. Die Schlussfolgerung einer bedrohlich schlechten Nahrungssituaton oder gar “verlassene Uhuküken“ ist jedoch eindeutig eine Fehlinterpretation.

Die im vorherigen Tagebucheintrag beschriebenen “Schnellfütterungen“ von Leo dauern meist nur wenige Sekunden und können sehr leicht übersehen werden. Diese meist kleinen Beutetiere können zumindest das “nackte Überleben“ sichern. Der kleine Junguhu ist dabei deutlich agiler geworden, viele Male war er bei der Futterannahme schneller als sein Geschwister und verschlang die Maus in sekundenbruchteilen. Er ist nun nicht mehr generell der Benachteiligte.

Seien Sie versichert:
Falls lebensbedrohliche Nahrungssituationen auftreten, würden wir die Uhus nicht verhungern lassen.

Durch Aufnahme der Livebilder und abspielen im Zeitraffer kann sich unser “Web-Cam Team“ einen Überblick verschaffen und Notsituationen erkennen.

In der vergangenen Nacht brachte Lotte einen Igel, beide jungen Uhus konnten sich satt fressen.

Andere Uhufamilien in der Eifel haben es deutlich schwerer:
An zwei Stellen wurde der männliche Altvogel überfahren. Nun sind in dem einen Fall drei Junguhus und in dem anderen vier Junge allein auf die Jagdkünste des Uhuweibchens angewiesen. Wir versuchen an diesen Stellen zu helfen. Dabei wird immer wieder klar: Wir können nicht alle Uhus retten, viele der Junguhus in der Eifel werden die ersten Lebensmonate nicht überstehen. Die Natur ist kein Zuckerschlecken sondern knallharter Überlebenskampf.

Dennoch sollten wir diese Einblicke schätzen und die einzigartigen Bilder der Cam genießen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Beringung

Beringung

Die Beringung ist für kommenden Mittwoch, den 13. Mai 2015 gegen 19 Uhr geplant.

Liebe Uhufreundinnen und -freunde,

die jungen Uhus haben Nahrungsmangel und auch fette Tage erlebt; sie sind mächtig gewachsen. Nun ist auch das kleinere Küken für die Beringung groß genug.

Die dank der durch die Webcam möglichen Einblicke in das Familienleben der Uhus erbringen auch noch im achten Jahr neue Erkenntnisse:
Das neue Männchen Leo übergibt den Küken kleine Beutetiere sehr gerne selbst; bei seinem Vorgänger war dies kaum zu beobachten. Sofern Lotte in der Nähe ist, drängt sie sich dazwischen. Sie gesteht dem Männchen einen so nahen Kontakt zu den Küken nicht zu und dadurch entstehen auch regelrechte Raufereien zwischen den beiden. Leo versucht nun offenbar, Mäuse heimlich zu den Junguhus zu bringen und macht sich dann auch ganz schnell wieder aus dem Staub.

Große Beutetiere (Igel, Stockente, Bisam, Fisch und Kaninchen) waren bisher eher die Ausnahme. Leo kann noch nicht alle Nahrungsquellen des Reviers kennen. Verglichen mit seinem Vorgänger hat er beim Beutemachen zwangsläufig Nachteile. Beispielsweise kennt er gewiss noch nicht alle Fuchsbauten, welche von Heinzl regelmäßig abgesucht wurden. Er hat noch viel zu lernen. Vielleicht überblickt er auch noch nicht die Vorteile großer Beutetiere.

Lotte sitzt mittlerweile auch tagsüber nicht mehr ständig bei den Jungen. Am heutigen Sonntag kann dies eine Reaktion auf den geringen Jagderfolg der Vornacht sein: Sie mag nicht ständig von den Küken angebettelt werden und sitzt daher etwas abseits. Die Jungen verbrauchen dann durch erfolgloses Betteln nicht unnötig Energie.

Für die nächsten Tage wünsche ich den Uhus viel Erfolg bei der Jagd und freue mich auf meinen Besuch im Uhunest.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


Der Kleinste hat nicht überlebt

Der Kleinste hat nicht überlebt

Liebe Uhufreundinnen und –freunde, heute Mittag lebte das jüngste Uhuküken nicht mehr. In den ersten Lebenstagen sind die jungen Uhus naturgemäß sehr empfindlich.

Gerade für einen Nachzügler muss in den ersten 1-3 Tagen alles passen damit er neben seinen Geschwistern bestehen kann. Bei meinen Beobachtungen an den Nestern der Eifeluhus habe ich schon oft große Nahrungsmengen neben 1-5 tägigen Junguhus gesehen. Ich hatte dann immer den Eindruck als wolle das Uhumännchen in diesen empfindlichen Tagen auf Nummer sicher gehen und lieber viel zu viel als einmal zu wenig  Nahrung bereitstellen.

In Ansetzen konnten wir dies auch bei Leo beobachten, aber möglicherweise war er darin nicht konsequent genug? Küken können den ersten Lebenstag meist noch von ihren eigenen Körpervorräten leben. Die Nacht mit nur einem kleinen Beutetier lag im ersten Lebenstag von “Nr.3“ und sollte ihm daher nicht viel ausgemacht haben? Vielleicht war das Jüngste auch einfach von vorne herein nicht kräftig genug?

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Gestern verlies Lotte das Nest sehr stürmisch, dabei gerieten zwei Küken aus der Mulde und Lotte trat versehentlich darauf. Wurde das Kleinste dabei verletzt?

Wir werden die Ursache nie wirklich ergründen können, es gilt diesen natürlichen Vorgang genauso zu akzeptieren wie die Tode der Beutetiere.

Dennoch wünsche ich viel Vergnügen bei den weiteren Beobachtungen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Brücher
Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V.


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